Infos zum Beagle

Der Beagle ist und bleibt trotz seiner Familien- und Kinderfreundlichkeit ein Jagdhund. Seine ursprünglichen Wurzeln sind in England zu finden. Heutzutage wird er auf allen Kontinenten der Welt gezüchtet. Er gehört zur FCI-Gruppe 6, in der die sogenannten Lauf- und Schweisshunde zusammengefasst sind. Der weltweit einheitlich rassetypische Standard für Beagle ist in der FCI-Nomenklatur unter der FCI-Nummer 161 festgelegt.

Weltweit alle Beaglezüchter, die Mitglied in einem von FCI (Fédération Cynologique Internationale) anerkannten Rassehundverein sind, züchten ihre Hunde nach diesem Standard. In Deutschland ist der VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) der zugelassene Dachverband und der BCD (Beagleclub Deutschland e.V.) der zugelassene Rassehundverein für Beagle.

Nur Beagles, die diesem Standard gerecht werden, können unter Erfüllung weiterer Bedingungen zur Zucht zugelassen werden. Auf Grundlage dieses internationalen Rassestandards wurde europaweite und internationale Hundezucht überhaupt erst kontrolliert möglich. Es gibt kaum eine Ahnentafel eines Beagles, die nicht ausländische Vorfahren beinhaltet. Für den Welpenkäufer hat der Rassestandard und die Zuchtordnungen des BCD, VDH und FCI den Stellenwert eines internationalen Qualitätssiegels für einen wertvollen Rassehund.

Hundevermehrer, Züchter und Vereine außerhalb dieser Organisationen können, im Gegensatz zu den FCI-Standards, ihre individuellen Vorstellungen bei der Festlegung der Rassemerkmale und der Zucht selbst bestimmen. Fraglich ist jedoch, ob die Freiheit des Gestaltungsspielraums für die Entwicklung der Rasse und der Hundezucht förderlich sein kann.

Der Rassestandard

Um ihnen einen Eindruck von einem rassetypischen Beagle zu vermitteln, haben wir die Merkmale des Beagles von der Internetseite des Beagleclub Deutschland e.V. übernommen.
Sie können die Zahlen in den Punkten im Bild anklicken,um zu der jeweiligen Bezeichung und Beschreibung zu gelangen.

Rassestandard Grafik

Allgemeines Erscheinungsbild Charakteristika Wesen Kopf und Schädel Augen Behang Gebiss Hals Vorhand Rumpf Hinterhand Pfote Rute Gangart/Bewegung Haarkleid Farbe Größe

1 Allgemeines Erscheinungsbild zum Bild

Ein robuster, kompakter Hund, vermittelt den Eindruck von Qualität, ohne grob zu wirken.

2 Charakteristika zum Bild

Ein fröhlicher Hund, dessen wesentliche Bestimmung es ist, zu jagen, vornehmlich Hasen, indem er der Spur folgt. Unerschrocken, äußerst lebhaft, mit Zähigkeit und Zielstrebigkeit. Aufgeweckt, intelligent und von ausgeglichenem Wesen.

3 Wesen zum Bild

Liebenswürdig und aufgeweckt, ohne Anzeichen von Angriffslust oder Ängstlichkeit.

4 Kopf und Schädel zum Bild

Von mäßiger Länge, kraftvoll ohne grob zu sein, feiner bei der Hündin, ohne Falten oder Runzeln am Kopf. Oberkopf leicht gewölbt, mäßig breit, mit sich leicht abzeichnendem Hinterhauptbein. Deutlich ausgeprägter Stop, der die Entfernung zwischen Hinterhauptbein und Nasenspiegel möglichst genau halbiert. Fang nicht spitz, angemessene Belefzung. Nasenspiegel breit, vorzugsweise schwarz, jedoch ist bei helleren Hunden eine abgeschwächte Pigmentierung statthaft. Gut geöffnete Nasenlöcher.

5 Augen zum Bild

Dunkelbraun oder haselnußbraun, ziemlich groß, weder tiefliegend noch hervortretend, ziemlich weit voneinander eingesetzt mit sanftem, gewinnendem Ausdruck.

6 Behang zum Bild

Lang, unten abgerundet. Wenn nach vorne gezogen, fast bis zum Nasenspiegel reichend. Tief angesetzt, dünn, mit der Vorderkante anmutig an der Wange anliegend getragen.

7 Gebiss zum Bild

Kräftige Kiefer mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigem Scherengebiß, wobei die obere Schneidezahnreihe die untere eng übergreift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.

8 Hals zum Bild

Ausreichend lang, um dem Hund mühelos das Arbeiten mit tiefer Nase auf der Spur zu ermöglichen. Leicht gebogen, mit etwas Kehlhaut.

9 Vorhand zum Bild

Schulter gut zurückliegend, nicht überladen. Vorderläufe gerade und senkrecht, gut unter den Hund gestellt. Gute Substanz mit runden Knochen, die zu den Pfoten hin nicht schlanker werden. Kurzer Vordermittelfuß. Feste Ellenbogen, weder ein- noch ausdrehend. Ellbogenhöhe ungefähr die Hälfte der Widerristhöhe.

10 Rumpf zum Bild

Rückenlinie gerade und waagerecht. Brustkorb bis unter Ellenbogen herabreichend. Rippen gut gewölbt und gut zurückreichend. Kurze Lende, jedoch gut ausgewogen, kräftig und biegsam, ohne übermäßig aufgezogen zu sein.

11 Hinterhand zum Bild

Muskulöse Schenkel. Knie gut gewinkelt. Feste und tiefe Sprunggelenke, zueinander parallel.

12 Pfoten zum Bild

Fest, gut geschlossen, gut aufgeknöchelt mit kräftigen Ballen. Keine Hasenpfote. Nägel kurz.

13 Rute zum Bild

Stark, von mittlerer Länge. Hoch angesetzt, fröhlich getragen, aber nicht über den Rücken gerollt, oder vom Ansatz nach vorne geneigt. Gut behaart, besonders an der Unterseite.

14 Gangart/Bewegungzum Bild

Fester Rücken, in der Bewegung gerade bleibend, ohne Anzeichen irgendwelchen Rollens. Frei, ausgreifend, weiter Vortritt. Gerade, ohne die Läufe hoch anzuheben; deutlicher Schub aus der Hinterhand. Hinterhandbewegung darf nicht eng sein, Vorhandbewegung nicht paddelnd oder kreuzend.

15 Haarkleid zum Bild

Kurz, dicht und wetterbeständig.

16 Farbe zum Bild

Jede anerkannte Houndfarbe, mit Ausnahme von leberbraun. Rutenspitze weiß.

17 Größe zum Bild

Erwünschte mindeste Widerristhöhe 33 cm, erwünschte höchste Widerristhöhe 40 cm.

Fehler zum Bild

Jede Abweichung von den vorgenannten Standardmerkmalen muß als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad seiner Abweichung stehen muß.

Anmerkung zum Bild

Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Scrotum befinden.